Kompass
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Lasthebemagnete
Mit Lasthebemagneten kรถnnen ferromagnetische Gegenstรคnde angehoben werden. Lasthebemagnet sind Elektromagnete, die aus einer Spule in einem Eisengehรคuse bestehen. Die Konstruktion des Gehรคuses ist so beschaffen, dass es selbst einen Teil des Eisenkerns der Spule darstellt. Die Unterseite des Gehรคuses dient meist als Haftflรคche und ist glatt.ย Lasthebemagnete werden zumeist in der Metallbearbeitung eingesetzt. Im Gegensatz zu einem Bagger besitzen sie keine Greifzangen und halten die Gegenstรคnde darum oberflรคchenschonender fest. Anwendung finden Lasthebemagneten auch auf Schrottplรคtzen.
Lautsprecher
Lautsprecher dienen der Umwandlung von elektrischen Signalen in mechanische Schwingungen und weiter in akustische Signale. Das Funktionsprinzip vieler Lautsprecher basiert auf der magnetischen Wirkung einer stromdurchflossenen Spule. Je nach den Anforderungen, die man an die Klangwiedergabe stellt, kommen unterschiedliche Lautsprechertypen zum Einsatz, in kleinen leistungsfรคhigen Lautsprechern meist ein Neodym Magnet.
Elektromagnetisches Relais
Ein Relais ist ein elektromagnetisch wirkender, fernbetรคtigter Schalter mit in der Regel zwei Schaltstellungen. Das Relais wird รผber einen Steuerstromkreis aktiviert und kann weitere Stromkreise schalten. Hรคufig kommen Relais zum Einsatz, wenn man einen starken Arbeitsstrom mithilfe eines schwachen Stromes steuern mรถchte, zum Beispiel in Kraftfahrzeugen. Frรผher wurden in der Fernmeldetechnik Relais in groรem Umfang in den Vermittlungsstellen und Telefonanlagen eingesetzt.
Elektromechanische Klingel

Elektromechanische Klingeln bestehen aus einem Elektromagneten, d.h einer Spule, Klรถppel und einer Glocke oder Tonstรคben. Je nach Funktionsweise ziehen, sobald Strom angelegt wird, die Elektromagneten den Klรถppel zur Glocke bzw. zu den Tonstรคben. Wird der Strom in den Elektromagneten zu gering, um den Klรถppel in der angezogenen Position zu halten, dann schwingt der Klรถppel zurรผck in die Ruhelage.
E-Gitarre
Die Saitenschwingungen bei elektrischen Gitarren werden รผber elektro-magnetische Tonabnehmer abgenommen und elektronisch verstรคrkt wiedergegeben. Das bis heute vorherrschende Prinzip der Abnahme der elektrischen Signale geht auf die 1930er Jahre zurรผck: Dauermagnete werden direkt unterhalb der schwingenden Saiten aus Stahllegierungen montiert. Diese sind mit einer Spule umwickelt. Schwingungen der Saiten fรผhren zu Stรถrungen des Magnetfeldes, die wiederum durch Induktion eine elektrische Wechselspannung in der Spule hervorrufen. Dieses schwache Signal wird einem Verstรคrker zugeleitet. Bei einer E-Gitarre handelt es sich insofern um ein elektrisches, nicht aber ein elektronisches Musikinstrument.
Magnetspiele
Auch zahllose Spielzeuge wie zum Beispiel die โKlebenden Hรผndchenโ oder die beliebten Holzeisenbahnen haben als Basisbauteil kleine Magneten.
Hรคufig sind Magnetspiele fรผr die Reise gedacht. Sie sind praktisch, weil die Spielfiguren gut auf dem Spielbrett haften. Die kleinen, aber besonders starken Neodym-Magnetkugeln wiederum verfรผhren zum kreativen Basteln.
Anwendungen in Medizin und Wissenschaft
Versteckte Magneten begegnen uns also sehr hรคufig im Alltag. Auch im medizinischen Bereich gibt es viele Anwendungsmรถglichkeiten fรผr Elektro- oder Permanentmagneten, beispielsweise die Magnetresonanztomografie, bei der dreidimensionale Bilder vom Kรถrperinneren erzeugt werden..
Als letztes ein Beispiel aus der Forschung: In den groรen Beschleunigeranlagen (z.B. im CERN bei Genf) lenken stromdurchflossene Spulen als starke Elektromagnete die Teilchenstrahlen in die gewรผnschten Bahnen. Vorlรคufer dieser Technik ist รผbrigens die Braunsche Rรถhre (Fernsehrรถhre), bei der elektrische und magnetische Felder den Elektronenstrahl ablenkten.
